NEWS VAUDE ENGADIN BIKE GIRO 2018

Finale am Kite-Beach: Keller und Vitzthum sichern sich Gesamtwertung des Engadin Bike Giro 2020

Finale am Kite-Beach: Keller und Vitzthum sichern sich Gesamtwertung des Engadin Bike Giro 2020

Während die Schweizerin Alessandra Keller (Thömus) auch die dritte Etappe des Drei-Etappen-Rennens gewann, konnte der Vorarlberger Daniel Geismayr (Centurion-Vaude) seinen ersten Tagessieg feiern

Unter stahlblauem Engadiner Himmel reichte dem Rheinecker (Kanton St. Gallen) Simon Vitzthum (jb Brunex felt) heute der zweite Platz mit einem Rückstand von 1:58 min hinter dem österreichischen Tagessieger Daniel Geismayr (Siegerzeit 2:56:36 h), um den Gesamtsieg bei der fünften Austragung des Engadin Bike Giro perfekt zu machen. Vitzthum hatte beim Start der dritten Etappe über 64,4 km und 1.992 Höhenmeter gerade mal eine Sekunde Vorsprung auf seinen ärgsten Widersacher, den Wyniger (Kanton Bern) Lukas Flückiger vom Team Infinity, während Geismayr nach technischen Problemen auf der zweiten Etappe bereits in der Gesamtwertung abgeschlagen über eine halbe Stunde Rückstand hatte. Daher konterte die rund zehnköpfige Spitzengruppe die Attacke des Österreichischen Staatsmeisters Geismayr hinauf auf den Sulvrettapass nicht und ließ ihn ziehen. So es zum erwarteten Showdown zwischen Vitzthum und Flückiger, den ersterer mit einem Vorsprung von 37 Sekunden schließlich deutlich für sich entschied. Flückiger zollte der Leistung des 25-Jährigen großen Respekt: „Ich gönne Simon den Gesamtsieg. Er war sehr stark und hat konstant sehr gute Leistungen geliefert. Er ist in guter Form. Das ist Weltklasse!“ Flückiger, der selbst gerne die Gesamtwertung gewonnen hätte, hatte im letzten Teil des langen Anstiegs Magenprobleme und musste Vitzthum ziehen lassen. Zwischenzeitlich war der Vitzthums Vorsprung sogar auf drei Minuten angewachsen, doch während Flückiger in den abschließenden Singletrails alles daran setzte, Vitzthum wieder einzuholen, fuhr der auf Nummer sicher: „Ich wusste, ich muss ruhig bleiben. Eine Sekunde Vorsprung ist nichts, ein platter Reifen kostet viel mehr Zeit. Aber ich wusste auch: in der Abfahrt sind Flückiger, Julian Schelb und Thomas Litscher schneller als ich. Deswegen musste ich schon vorher einen Vorsprung heraus fahren.“ Zwei Wochen vor der Schweizermeisterschaft im olympischen Cross-Country in Gränichen (Aargau) zeigt sich Vitzthum in glänzender Verfassung.

Daniel Geismayr (Centurion-Vaude) „wollte heute unbedingt nochmal zeigen, was ich kann und was geht.“ Das gelang dem Vorarlberger bestens: „Im langen Anstieg konnte ich meinen Rhythmus fahren.“ Schnell hatte er einen kleinen Vorsprung herausgefahren, fühlte sich selbst „wie im Tunnel“ und kletterte hinauf zum Sulvretta-Pass: „Es war bestimmt von Vorteil, die engen Spitzkehren alleine hochzufahren. Dort war es relativ steil und rutschig. Wenn einer einen Fehler macht, müssen alle absteigen.“ Geismayr musste aber weder dort noch in der Abfahrt etwas riskieren und konnte die Etappe nach 2:56:36 Stunden für sich entscheiden, fast vierzig Minuten schneller, als in der Marschtabelle des Veranstalters als Siegerzeit angenommen worden war.

Um Platz 3 in der Tageswertung kämpften Thomas Litscher (KMC Orbea) und Flückiger im Sprint am Ufer des Silvaplaner Sees. Hauchdünn und erst nach Auswertung des Zielfilms erklärten die Kommissäre von Swiss Cycling Flückiger zum Drittplaziertem, Litscher musste sich mit Rang 4 zufrieden geben, hatte aber auch gar keine großen Ambitionen auf die Gesamtwertung: „Ich habe gute Reize gesetzt für die nächsten beiden Wochenenden“, an denen in der Schweiz ein Rennen der nationalen Cross-Country-Rennserie Swiss Bike Cup in Leukerbad und die Schweizermeisterschaften auf dem Programm stehen. „Meine Beine waren am ersten Tag am schlechtesten, gestern gings besser, und heute nochmal besser. Ich bin tiptop zufrieden, es passt alles“, zeigte sich der 31-Jährige jedenfalls zufrieden mit dem vierten Platz in der Gesamtwertung (+5:15 min). Dazwischen platzierte sich auf Rang 3 der Gesamtwertung der Münstertaler Julian Schelb vom Team Stop&Go Marderabwehr. Der hatte zwar keine Podiumsplatzierungen bei den einzelnen Etappen vorzuweisen (1. Etappe Sechster, 2. Etappe Vierter, 3. Etappe Fünfter), durch seine konstant guten Leistungen wanderte Schelb in der Gesamtwertung dennoch stetig nach oben: „Ich kann eine sehr positive Bilanz ziehen. Ich hab immer das Maximale rausgeholt und bin sehr konstant gefahren.“ Während viele Sportler in Corona-Zeiten mehr Zeit fürs Training aufwenden konnten, ging der gelernte Zimmermann und Semi-Mountainbike-Profi einen anderen Weg: er erhöhte sogar seine Arbeitszeit von 60 auf 80 Prozent: „Wenn am Wochenende keine Rennen sind, kann ich auch mehr arbeiten.“

Pechvogel bei den Männern war der Vorjahressieger Sascha Weber, der sich extra unweit des Engadins in Livigno wochenlang speziell auf dieses Rennen vorbereitet hatte. Bei einem Sturz auf der ersten Etappe verletzte er sich unglücklich am Daumen. Zwar konnte er die zweite Etappe für sich entscheiden, bei der dritten Etappe musste der gebürtige Saarländer, der jetzt im Mountainbike-Mekka Schwarzwald lebt, überraschend aufgeben: „Als wir über eine Bahnlinie überquerten, wurde mir klar, dass ich mit dem lädierten Daumen kaum die lange Abfahrt vom Sulfretta-Pass hinunterfahren kann, so schön die Trails da auch sind. Schweren Herzens entschied ich mich, das Rennen vorzeitig zu beenden.“

Während es also bei den Männern hochdramatisch herging, gab es bei den Frauen eine souveräne, unangefochtene Siegerin: mit drei Etappensiegen sicherte sich die 24-jährige Schweizerin Alessandra Keller (RN Thömus) in einer Gesamtzeit von 9:33:37 Stunden auch den Gesamtsieg des Engadin Bike Giro, knapp zwanzig Minuten vor ihrer Landsfrau Linda Indergand, die im Trikot der Schweizerischen Nationalmannschaft gestartet war. Die Grundlage für ihren Gesamtsieg legte sie in den Anstiegen, wo sie kaum Zeit auf ihre Konkurrentinnen verlor. In den Downhills aber spielte sie ihre technische Brillanz aus: „Heute habe ich am langen Aufstieg schon sehr gelitten. Meine Beine waren ein bisschen müde von den letzten beiden Tagen. Es war richtig steil und richtig lang“, beschrieb Keller den Anstieg über fast 1.000 Höhenmetern am Stück hinauf zum Sulvretta-Pass. Belohnt wurde sie wie alle anderen knapp 500 Teilnehmer mit der grandiosen Aussicht und „echt coolen und richtig vielen Trails“ bergab. Dabei hatte Keller gar nicht damit gerechnet, das hochklassig besetzte Rennen so zu dominieren: „Ich hab nicht damit gerechnet, dass der Gesamtsieg so deutlich sein wird. Aber ich habe mich im Vorhinein sehr gut gefühlt und konnte trotz Corona gut trainieren. Für mich war es wirklich mal Zeit, auch nach meiner Verletzung letztes Jahr, dass ich mein Potential voll abrufen kann“, sagte Keller, die ihr Pharmazie-Studium zugunsten einer optimalen Olympia-Vorbereitung pausiert, nach dem Zieleinlauf direkt am berühmten Kite-Beach von Silvaplana.

Ihr bestes Tagesergebnis erreichte die Deutsche Meisterin Elisabeth Brandau vom Team Radon EBE-Racing. Nachdem sie mit dem feuchtkalten Wetter bei der zweiten Etappe überhaupt nicht zurechtgekommen war, konnte die Cross-Country-Spezialistin, für die Anstiege selten länger als wenige Minuten am Stück dauern, das Rennen über 3:43 Stunden besser managen: „So einen langen Anstieg kenne ich aus dem Cross-Country gar nicht, das hab ich dieses Jahr auch noch gar nicht trainiert. Ich habe daher Angst gehabt, dass es hinten raus nicht reichen würde.“ Brandau hatte in einer kurzen Abfahrt vor dem langen Anstieg den Anschluss zu Keller verloren, konnte die Lücke aber wieder schließen und hatte oben am höchsten Punkt rund eine Minute Vorsprung auf Keller. „Aber Alessandra hat mich dann gleich wieder eingeholt.“ Die beiden fuhren eine Zeitlang zusammen, ehe Keller beschleunigte und der Deutschen davonzog. Am Ziel hatte Brandau dann 3:46 min Rückstand auf Keller, was für den zweiten Platz im Tagesklassement reichte und mit dem sie Adelheid Morath (KS Trek, Freiburg) auch noch vom dritten Gesamtplatz verdrängte.

Auch Abfahrtsliebhaberin Linda Indergand war ganz begeistert von den „flowigen Trails“ am heutigen. Doch bis sie diese erreichte, musste die Sportlerin aus dem Kanton Uri „viel leiden“, wie sie im Ziel zu Protokoll gab. „Aber mir spielt in die Karten, dass die letzte Abfahrt technisch so schwierig war. So könnte es von mir aus immer sein“, strahlte sie am Kite-Beach von Silvaplana mit der Sonne um die Wette. Den Wunsch dürfte ihr Veranstalter Kai Sauser gerne erfüllen. Für ihn war die fünfte Austragung des Engadin Bike Giro „ein Traum, dass das Rennen überhaupt stattfinden durfte, dass wir es organisieren durften und dass die Sportler wieder einen Wettkampf bestreiten durfte“, sagte Sauser mit Blick auf die Corona-Pandemie: „Es war eine tolle Stimmung das ganze Wochenende über. Jeder hatte wieder richtig Bock. Das macht einfach Spaß.“ Corona hat den Veranstaltern aus Villingen-Schwenningen trotz Corona-Auflagen und Hygienekonzept einen neuen Teilnehmerrekord beschert. „Bislang waren im Oberengadin 300-400 Athletinnen und Athleten aller Altersklassen an den Start gegangen, in diesem Jahr waren es 470“, freut sich Sauser. Jetzt blickt er voraus zur nächsten Großveranstaltung seiner Eventagentur, dem Rothaus Bike Giro im Hochschwarzwald. „Da haben wir bislang das okay für 500 Teilnehmer über vier Tage.“

Vitzthum und Keller verteidigen Gesamtführung. Auf der zweiten Etappe holt sich Sascha Weber im Sprint den ersehnten Tagessieg – Keller siegt erneut souverän

Vitzthum und Keller verteidigen Gesamtführung. Auf der zweiten Etappe holt sich Sascha Weber im Sprint den ersehnten Tagessieg – Keller siegt erneut souverän

Wetterumschwung im Engadin: von der gestrigen Sonne war heute Morgen beim Start zur zweiten Etappe über 71,4 Kilometer und 2.545 Höhenmeter nichts mehr zu sehen. Kurz vor dem Start setzte heftiger Regen ein, der den knapp Sportlern auf ihrem Weg von Silvaplana über die Corviglia weitgehend treu bleiben sollte.

Für Vorjahressieger Sascha Weber (Maloja – Rocky Mountain) bedeutete es aber auch einen Stimmungsumschwung. Nach einem für ihn völlig durchwachsenen Auftakt mit neun Minuten Rückstand auf den Führenden Simon Vitzthum (jb Brunex Felt) gestern meldete sich der 32-jährige Deutsche heute wieder an der Spitze zurück: Er siegte nach 3:22:38 Stunden im Sprint knapp gegen Vitzthum und Lukas Flückiger (Infinity), die morgen als beinahe zeitgleiche Favoriten auf die Abschlussetappe durch das Engadin gehen werden.

Heute hatte sich vom Start weg zunächst eine Sechsergruppe mit Simon Vitzthum, Lukas Flückiger, Julian Schelb (Stop&Go Marderabwehr), Thomas Litscher (KMC Orbea) und Filippo Colombo (Absolute Absalon-BMC) formiert. „Wir haben von Anfang an gesagt, wir wollen keinen mehr ranlassen“, sagte Weber nach dem Rennen. Wohl deshalb wurden immer wieder Attacken und Rhythmuswechsel gefahren, die es der Verfolgergruppe schwer machten. Am Anstieg zur Alp Muntatsch konnte sich Weber gemeinsam mit Simon Vitzthum und Lukas Flückiger absetzen. Das Dreiergespann fuhr dann bis zur Zieleinfahrt in Silvaplana gemeinsam, wo Weber schließlich den Sprint von vorn für sich entschied. „Ich bin jetzt zum fünften Mal hier, da weiß ich wie man fahren muss“, sagt der Saarländer, der in Freiburg lebt. Allerdings, das gebe er zu, sei der Tagessieg heute schon ein hartes Stück Arbeit gewesen, da es immer wieder Tempoverschärfungen gab.

Die Schweizer Flückiger und Vitzthum, die auch auf der ersten Etappe weite Teile gemeinsam an der Spitze gefahren waren, blieben gleichauf in der Gesamtwertung. „Mit Lukas habe ich gestern schon super zusammengearbeitet“, meinte Vitzthum nach dem Rennen im Ziel auf dem Sportgelände von Silvaplana. Morgen haben beide gute Chancen auf den Sieg in der Gesamtwertung. Die beiden trennt nur eine Sekunde.
Platz vier und fünf gingen an Julian Schelb und Thomas Litscher, 1:58 Minuten hinter Weber. Schelb, der am Tag zuvor Sechster geworden war, war im Ziel glücklich über die Zusammenarbeit mit Litscher. „Er fährt technisch gut bergab“, sagt der Badener, der sich auch noch Hoffnung auf die Gesamtwertung machen darf. Litscher musste einen Sturz im Downhill verkraften. „Mit meiner Reifenwahl war ich zu optimistisch.“ Die Fahrer hatten mit strömendem Regen und kühlen Temperaturen zu kämpfen – nachdem es am Tag zuvor noch heiß und sonnig gewesen war.

Das Team Bulls mit Simon Schneller, Simon Stiebjahn und Martin Frey belegte die Plätze 6 bis 8. „Wir sind momentan alle gleich stark“, sagte Stiebjahn. „Aber für ganz vorne reicht es offenbar noch nicht. Wir haben gehofft, dass wir am langen Anstieg noch den ein oder anderen einsammeln können.“ Das Trio konnte allerdings nur noch Filippo Colombo (gestern Vierter) hinter sich lassen, der bis auf Platz 16 zurückfiel.
Daniel Geismayr vom Team Centurion-Vaude, der am Tag zuvor Dritter geworden war und als Marathon-Spezialist Ambitionen auf den Gesamtsieg angemeldet hatte, hatte von Anfang an mit technischen Problemen zu kämpfen und kam letztlich auf Platz 38 mit 30:34 Minuten Rückstand ins Ziel. Damit sind die Chancen des österreichischen Staatsmeister auf die Gesamtwertung dahin.

Ihren Vorsprung im Gesamtklassement konnte Vortagessiegerin Alessandra Keller (Thömus RN) konnte weiter ausbauen. Ihre Siegerzeit betrug 4:09:08 h. In der ersten Abfahrt konnte sie sich die hervorragende Fahrtechnikerin von ihrer Verfolgerin Elisabeth Brandau (EB-Racing) distanzieren. „Ich fand eine mega schnelle Herrengruppe, in der auch mein Teamkollege Ursin Spescha war“, sagt Keller. „Das war perfekt für mich.“ Hinter ihr bildeten Linda Indergand (Maloja Pushbikers) und Elisabeth Brandau ein Verfolgerduo. Indergand fuhr bergab voraus, bergauf war Brandau die Stärkere. Als sich das Gespann dem höchsten Punkt auf 2.549 Metern ü.d.M. näherte, musste Brandau dennoch abreißen lassen. Indergand  überquerte 6:42 min hinter Keller die Ziellinie: „Ich bin sehr zufrieden mit dem Rennen“, sagte sie. „Bergab konnte ich Zeit gutmachen, und das Wetter hat mir vielleicht auch in die Karten gespielt.“ Brandau wurde Dritte, 12:41 min hinter Keller und kurz vor Adelheid Morath (KS Trek Team) auf Platz 4. „Es lief zehnmal besser als gestern und die Downhills im Nassen haben mir echt Spaß gemacht“, konnte Morath den ungemütlichen Wetterbedingungen doch etwas Positives abgewinnen.
Fünfte wurde die Namibierin Vera Looser vor Ariane Lüthi (Andermatt Swiss Alps) und Esther Süss (RC Gränichen/Team). Steffi Häberlin, überraschende Dritte am Tag zuvor, belegte Rang Acht, Vortages-Zweite Stephanie Dohrn vom Team Centurion-Vaude schied aus.

Die letzte Etappe führt das Feld erneut von über 64 Kilometer und 2.318 Höhenmeter, wobei mit der Auffahrt zum Pass Suvretta 1.000 Höhenmeter am Stück zu bezwingen sind zurück nach Silvaplana, wo kurz nach Mittag die Gesamtsieger der 2020er Ausgabe des Engadin Bike Giro feststehen werden.

Schweizer Doppelsieg zum Auftakt des Engadin Bike Giro

Schweizer Doppelsieg zum Auftakt des Engadin Bike Giro

Simon Vitzthum (jb Brunex Felt) und Alessandra Keller (Thömus) lassen bei der ersten, mit 35 km noch recht kurzen Etappe, die Marathon-Spezialisten hinter sich. Unter strahlendem Sonnenschein startete das erste Schweizer Rennen nach der Corona-Pause im Herzen von St. Moritz. Beim Engadin Bike Giro durften 460 Fahrer auf die drei Etappen durch das obere Inntal gehen, natürlich auch mit Corona-Auflagen: Keine gemeinsame Feedzone, dafür aber mit Masken vor dem Start und nach dem Ziel. Mit erstaunlich hohem Tempo starteten die Elitefahrer hinaus auf die Strecke. Noch schneller war der junge Schweizer Simon Vitzthum, der gleich eine Soloattacke lancierte und einen kleinen Vorsprung ergatterte, der dann aber nicht lang hielt. Bald hatte sich aber eine dreiköpfige Spitzengruppe gefunden mit Vitzthum, dessen Landsmann Lukas Flückiger (Infinity) und dem Österreicher Daniel Geismayr (Centurion Vaude). Die Gruppe konnte sich gemeinsam einen kleinen Vorsprung herausfahren, der bis ins Ziel hielt. Vor der letzten Abfahrt hinunter zur Talstation der St. Moritzer Signalbahn setzte sich Vitzthum an die Spitze, während Geismayr bereits ein paar wenige Sekunden Rückstand hatte, ehe es in den Foppettas Trail ging. „Simon war im ersten Teil viel stärker“, zollte Flückiger dem Sieger Tribut. Oben auf der Fläche ist Simon viel im Wind gefahren. Deswegen habe ich ihn nicht mehr am Schluss attackiert. Das fand ich fair. Und es sind ja noch zwei Tage.“ Ähnlich sah es auch Marathon-Spezialist Geismayr. Der Fahrer im Trikot des Österreichischen Staatsmeisters zeigte sich ob des dritten Platzes durchaus zufrieden: „Ich war heute sicher im Nachteil mit dem Hardtail. Aber es ging mir nicht um die Platzierung, sondern ich will die Gesamtwertung gewinnen. Die heutige kurze Distanz liegt mir eher nicht so. Morgen, wenn die längeren Anstiege kommen, steigen meine Chancen ein bisschen“, zeigte sich der Vorarlberger trotz seines Rückstandes von 21 Sekunden zuversichtlich.

Vitzthum (Siegerzeit 1:26:30 h) hingegen kann in diesem Jahr schon auf einige Erfolge in der Vor-Corona-Zeit zurückblicken. Der Rheinecker (SG) hat im Gegensatz zu den meisten anderen schon immerhin sieben Renntage in den Beinen, bevor der Rennbetrieb wegen der Corona-Pandemie eingestellt wurde. „Ich war schon am Costa Blanca Race und am Mediterranean Epic, bei dem ich zwei von vier Etappen gewinnen konnte.“ Er zeigte sich sichtlich glücklich mit seinem erneuten Sieg: „Ich hatte schon gehofft, dass noch etwas Form da ist. Jetzt kann ich auch meine Sponsoren gut präsentieren.“

Der Tour-de-France-Etappengewinner Simon Geschke (Team CCC) nutzte den Ausflug aufs Mountainbike zu einer erfolgreichen Trainingseinheit: „Das war heute mein erstes Mountainbike-Rennen seit 18 Jahren“, sagte Geschke im Ziel. Der Deutsche hatte allerdings 6:26 min Rückstand auf Vitzthum und wurde als 21. klassiert. „Das Ergebnis ist aber sekundär für mich. Es macht einfach Spaß, durch den Wald zu ballern. Technisch habe ich noch Potential nach oben, wenn ich mir die Mountainbike-Profis hier angucke. Das ist schon eine andere Welt.“

Die eigentlichen Favoriten auf den Tagessieg mussten allerdings Forfait geben: allen voran Vorjahressieger Sascha Weber (Majola-Rocky Mountain), der bereits früh in einen Händel mit Simon Stiebjahn (Bulls) geraten war, danach auch noch einen Platten hatte, seine hintere Steckachse verlor und zum Schluss auch noch stürzte. „Eigentlich könnte ich gleich wieder heimfahren“, ärgerte er sich im Ziel. Immerhin hat er exakt 9:00 min Rückstand auf Vitzthum. Besser erwischte es Simon Stiebjahn (7.), der in der Verfolgergruppe das Ziel erreichte. Deren Sieger hieß allerdings Georg Egger (Lexware, +2:02 min), der zeitgleich mit Julian Schelb (Stop&Go Marderabwehr) und zwei Sekunden vor Stiebjahn die Ziellinie an der Signalbahn überquerte, gefolgt von Nicola Rohrbach (Goldwurst Power). „Ich habe mich heute sogar noch besser gefühlt als vor einer Woche in Tschechien“, ordnete Egger sein Ergebnis ein. Der Obergessertshausener musste sich aber zunächst an die dünne Luft im Engadin gewöhnen: „Als es zum ersten Mal berghoch ging, hatte ich Probleme, meinen Atemrhythmus zu finden. Beim zweiten Mal lief es schon besser. Hier auf der Höhe ist es wichtig, konzentriert zu atmen. Ich war am Limit berghoch, wenn ich getrunken habe oder ein Gel genommen habe: Dann war ich eine Minute lang kurz vorm Eingehen, aber dann ging es wieder.“ Allrounder Stiebjahn, der sowohl im Sprint, über die olympische Distanz und im Marathon sowie bei Etappenrennen schon Erfolge feiern konnte, fand das Tempo am Anfang „extrem hoch“. „Erst dachte ich: ‚Du bist wohl doch nicht so gut vorbereitet!‘, aber dann hat es sich doch wieder relativiert.“ „Morgen erwartet uns eine ganz andere Renncharakteristik und ein ganz anderer Rennverlauf“, ist sich der Badener sicher.

Das Rennen der Frauen dominierte über eine lange Distanz die Deutsche Cross-Country-Meisterin Elisabeth Brandau (Radon EBE), doch ein Schleicher machte sie bergauf immer langsamer und zwang sie in der Abfahrt vom Rad. Diese Chance nutzte die ehemalige U23-Weltmeisterin Alessandra Keller (Thömus), die schon im Anstieg an Brandau herangefahren war, und sicherte sich souverän den Sieg über die erste Etappe in einer Zeit von 1:44:37 Stunden. „Ich habe kein Problem mit der Höhe“, so die Sportlerin aus dem Kanton Uri: „Ich wohne zwar im Tal, aber ich trainiere oft in der Höhe, das macht mir nichts aus.“ Ungewohnt war für die junge Schweizerin der Konkurrenzkampf mit den Männern: „Bergauf konnte ich von ihnen profitieren, bergab war ich aber ziemlich eingeklemmt.“ Keller ist in der Szene bekannt für ihre schnellen Abfahrten.

Der zweite Platz ging an die Deutsche Stefanie Dohrn vom Team Centurion-Vaude. Die Spezialistin für Etappenrennen, die schon zweimal die BIKE TransAlp gewonnen hat, hatte nach eigenen Angaben überhaupt nicht damit gerechnet, hier beim Engadin Bike Giro so gut abschneiden zu können: „Das Damenfeld ist richtig stark besetzt“, meinte die 28-jährige Fahrerin aus dem Bergischen Land. „Ich bin einfach nur glücklich, dass überhaupt wieder ein Rennen stattfindet, dass man seine Sponsoren präsentieren kann, dass wir zeigen können, dass wir hart im Winter und im Sommer trainiert haben.“ Der dritte Platz war eine große Überraschung, sowohl für die Fahrerin, aber auch für die Beobachter der MTB-Szene. Immerhin war es erst das dritte Mountainbike-Rennen für Steffi Häberlin aus dem Kanton Thurgau, die im Trikot des deutschen Stop&Go Marderabwehr-Team startet. „Unerfahren wie ich bin, bin ich gleich Vollgas losgefahren und musste am ersten Berg schon richtig leiden“, beschrieb die 23-Jährige ihren ersten Eindruck. Dann aber fand sie gut ins Rennen und konnte sich an den „coolen“ Abfahrten erfreuen, „auch wenn ich technisch schon noch ein bisschen Nachholbedarf habe.“ Brandau, die das Rennen lange dominierte hatte, verlor in der letzten Abfahrt viel Zeit, weil sie immer wieder vom Rad musste, um den Reifen aufzupumpen, und schließlich sogar ein Stück laufen musste. Mit einem Rückstand von 12:18 min wurde sie nur Zwölfte und hat damit wohl alle Chancen auf eine gute Platzierung in der Gesamtwertung eingebüßt.

Morgen geht es auf der zweiten Etappe von Silvaplana über 71,2 km und 2.553 Höhenmeter hinauf auf 2.549 m und dann über die Corviglia in einer rasanten Abfahrt den Olympia- und den Foppettas-Trail zurück nach Silvaplana. Die Wettervorhersage lässt ein kühles und vor allem feuchtes Rennen erwarten.

„Grünes Licht“ für den Engadin Bike Giro 2020

„Grünes Licht“ für den Engadin Bike Giro 2020

Endlich tolle Neuigkeiten! Der Schweizer Bundesrat gab in der vergagenen Woche grünes Licht für die fünfte Auflage des Engadin Bike Giro vom 10. bis 12. Juli 2020 rund um Silvaplana und St. Moritz. Vorerst wurde die Teilnehmerzahl für das dreitägige Mountainbike-Etappenrennen von Profis und Hobbysportler auf 300 Bikerinnen und Biker beschränkt. Es könnten aber noch weitere Startplätze freigegeben werden. Deswegen wurde zur bereits voll besetzten Meldeliste eine zusätzliche Warteliste installiert.

Die Vorfreude bei den aktiven Sportlerinnen und Sportlern, aber auch die Erleichterung beim Veranstalter und dem Organisationsteam ist entsprechend riesig. „Nach dem Entscheid des Schweizer Bundesrats dürfen wir die Veranstaltung mit 300 Teilnehmern wie geplant und nach Vorgaben des Schweizer Bundesamts für Gesundheit vom 10. bis 12. Juli 2020 durchführen“, freuen sich Kai und Rik Sauser von der Sauser Event GmbH. „Vielleicht können wir nach der nächsten Sitzung des Bundesrats am 24. Juni 2020, bei der über weitere Lockerungen ab Juli entschieden werden soll, sogar noch zusätzliche Plätze freigeben“, erklären die Brüder Sauser weiter. Deshalb wurde bereits, zusätzlich zu den vorläufig buchbaren und bereits belegten 300 Startplätzen, eine Warteliste angelegt, die hoffentlich am 24. Juni freigeben werden kann. Die Aufnahme in die Warteliste garantiert also keinen Startplatz. Sollten bereits gebuchte Plätze zurückgegeben werden oder beim nächsten Entscheid zur Lockerung der Corona-Verordnung zusätzliche Startplätze möglich sein, werden die Teilnehmer nach zeitlichem Eingang der Registrierung informiert.

„Der 5.Engadin Bike Giro 2020 wird für uns alle eine neue Erfahrung werden. Aber wir sind bestrebt das Etappenrennen in einem der schönsten Bikerevieren der Welt unter sportlich normalen und vernünftigen Bedingungen durchzuführen“, blicken die Organisatoren motiviert und zuversichtlich auf ihre ToDo-Liste.

Alle Etappen rund um St.Moritz und Silvaplana auf einen Blick:
Die erste Etappe führt am Freitag, 10. Juli 2020 über 34,9 Kilometer und 1.234 Höhenmeter von St-Moritz-Dorf zurück nach St.Moritz. Die zweite Etappe am Samstag, 11.Juli, mit Start und Ziel Silvaplaner See (Mulets) geht über 71,2 Kilometer und 2.549 Höhenmeter. Der Silvaplaner See ist gleichzeitig auch Start und Ziel der Schlussetappe am 12. Juli 2020, wo es nochmals 63,4 Kilometer und 1.910 Höhenmeter in einem anspruchsvollen Gelände vor atemberaubender Kulisse zu absolvieren gilt.

Hier geht es zur Anmeldung für die Warteliste beim Engadin Bike Giro 2020: https://engadin-bike-giro.ch/anmeldung/online-anmeldung/

Engadin Bike Giro 2020 findet statt!

Engadin Bike Giro 2020 findet statt!

Endlich tolle Neuigkeiten! Der Engadin Bike Giro 2020 findet statt. Nach dem gestrigen Entscheid des Schweizer Bundesrats dürfen wir die Veranstaltung mit 300 Starter/innen wie geplant und nach Vorgaben des BAG (Bundesamt für Gesundheit) vom 10. bis 12. Juli 2020 durchführen. Vielleicht können wir nach der nächsten Sitzung des Bundesrats am 24. Juni 2020, bei der über weitere Lockerungen ab Juli entschieden wird, sogar noch zusätzliche Plätze freigeben. Sobald die vorläufig buchbaren 300 Plätze voll belegt sind werden wir eine Warteliste anlegen, die wir dann gegebenenfalls am 24. Juni freigeben dürfen.

Hier geht’s zur Online-Anmeldung 2020!

Engadin Bike Giro. Update. JETZT RISIKOLOS ANMELDEN!

Engadin Bike Giro. Update. JETZT RISIKOLOS ANMELDEN!

Wir sind seit Donnerstag, 29. April 2020 wieder sehr optimistisch, dass der Engadin Bike Giro 2020 stattfinden kann. Es gab in den vergangenen Tagen ausschließlich positive Signale bei unseren Gesprächen mit den lokalen Kommunen und Behörden.

Hier die wichtigsten für uns und für euch relevanten Fakten zum vom Schweizer Bundesrat veröffentlichten Fahrplan:
> kleine Veranstaltungen (weniger als 1000 Besucher/Teilnehmer) sind bereits vor dem 31. August 2020 möglich; Details hierzu sollen am 27. Mai 2020 beschlossen werden
> Einreisebeschränkungen sollen ab dem 11. Mai 2020 nach und nach gelockert werden
> die Gastronomie darf schrittweise ab dem 11. Mai 2020 wieder öffnen, Hotels und weitere Unterkünfte sollen folgen

Es wird in der Umsetzung sicherlich besondere Maßnahmen in Bezug auf Hygienevorgaben, etc. geben. Klar ist aber auch, dass wir den Engadin Bike Giro 2020 nur unter „sportlich normalen und vernünftigen Bedingungen“  durchführen werden.

UND JETZT BRAUCHEN WIR EUCH!
Ihr könnt Euch wieder (risikolos) anmelden, gerne auch per Vorkasse mit einem aufgrund der aktuellen Situation verlängerten Zahlungsziel bis Anfang Juni, falls Ihr Euch dabei sicherer fühlt. Eine mögliche Entscheidung zur Durchführung der Veranstaltung erhoffen wir uns eben bis Anfang Juni, da am 27. Mai 2020 im Bundesrat die Entscheidung über weitere Lockerungen ab dem 8. Juni 2020 entschieden werden soll.

WICHTIG:
Generell gilt für alle Neuanmeldungen und natürlich auch für die bereits erfolgten Anmeldungen: sollte es doch zu einer Covid-19 bedingten Absage der Veranstaltung kommen, garantieren wir Euch, dass es eine Startgeld-Rückabwicklung in Form von vollständigem Übertrag für zukünftige Veranstaltungen oder eine Rückzahlung geben wird.

Bitte meldet Euch jetzt an, zeigt Eure Unterstützung und schaut optimistisch in die Zukunft – so wie wir es tun! Herzliche Dank – wir freuen uns auf Euch!

Online-Anmeldung 2020 – hier geht’s lang.

Janine Schneider und Sascha Weber sind die Gesamtsieger des vierten VAUDE Engadin Bike Giro

Janine Schneider und Sascha Weber sind die Gesamtsieger des vierten VAUDE Engadin Bike Giro

Janine Schneider (VC Hohentwiel Singen/Cube Bikes) und Sascha Weber (Maloja – Rocky Mountain Team) sind die strahlenden Gesamtsieger beim VAUDE Engadin Bike Giro 2019. Am dritten und letzten Tag des 3-Etappenrennens konnte Schneider etwas überraschend noch das Blatt zu ihren Gunsten wenden und überflügelte mit einem dominanten Tagessieg auf dieser Etappe die bisherige Gesamtführende Adelheid Morath (KS Trek Team) bei den Elite Damen. Bei Sascha Weber brannte hingegen nichts mehr an und mit einem weiteren Etappensieg machte er seinen ersten Gesamtsieg beim VAUDE Engadin Bike Giro bei den Elite Herren perfekt.

Der dritte und finale Renntag beim VAUDE Engadin Bike Giro war ein weiteres Highlight für die verbliebenen Bikerinnen und Biker, die um 9.00 Uhr morgens in Silvaplana gestartet sind. Es herrschten erneut beste Bedingungen mit Sonnenschein pur. Grandiose Streckenabschnitte und eine malerische Kulisse ließen deshalb zumindest teilweise die Strapazen der vergangenen drei Tage vergessen.

Bereits früh hatten bei den Elite Herren die beiden Schweizer Thomas Litscher und Nicola Rohrbach auf der letzten Etappe attackiert und konnten sich von ihren Konkurrenten absetzen. Rohrbach hatte aber, was das Material betrifft, einen rabenschwarzen Tag erwischt, fiel mit drei Defekten zurück und in der Folge führte Litscher das Rennen solo an. Der Gesamtführende Sascha Weber fuhr seinen eigenen Rhythmus, ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und konnte am vorletzten Anstieg zu Litscher aufschließen. Am finalen schweren Schlussanstieg legte er schließlich noch eine Schippe drauf und setzte sich von seinem Begleiter ab. In einem spannenden Finale siegte Weber in 3:17:54 Stunden mit sieben Sekunden vor Litscher. In der Gesamtwertung hatte Weber am Ende 2:20 Minuten Vorsprung auf den Gesamtzweiten Litscher. Einen starken Tag hatte erneut Marc Stutzmann, der sich mit 5:49 Minuten den Rückstand den letzten Podestplatz auf der Schlussetappe sicherte. Der dritte Gesamtrang mit 6:44 Minuten Rückstand auf Weber war ihm damit nicht mehr zu nehmen.

Eine spektakuläre Schlussetappe erlebten die Bikerinnen in der Kategorie „Elite Damen“. Die bisherige Gesamtleaderin Adelheid Morath musste heute, vom Defektpech verfolgt, ihren Konkurrentinnen den Vortritt lassen. Allerdings wäre es ohnehin gegen eine wie entfesselt fahrende Janine Schneider schwer geworden, das Leadertrikot zu verteidigen. Schneider setzt sich frühzeitig vom Rest des Feldes ab und vergrößerte ihren Vorsprung kontinuierlich im Verlauf der Etappe. Im Ziel waren es schließlich deutliche 8:10 Minuten Vorsprung auf die Tageszweite Sabine Spitz, was für den Gesamtsieg in einer Fahrzeit von 9:34:20 Stunden mit einem Abstand von 2:18 Minuten auf Cherie Redecker reichte. Redecker unterstrich auch am Schlussanstieg ihre sehr gute Verfassung an diesem Wochenende und belegte den dritten Tagesrang. Den dritten Platz in der Gesamtwertung verteidigte Spitz mit ihrem zweiten Tagesrang auf der letzten Etappe und einem Rückstand von 4:26 Minuten im Endklassement.

Damit liegen drei begeisternde Mountainbiketage mit Traumwetter hinter den verantwortlichen Organisatoren und den 300 gestarteten Bikerinnen und Bikern, die fantastische Eindrücke und Ausblicke aus dem Schweizer Oberengadin mit nach Hause nehmen können.

Ergebnisse 2019

Sascha Weber siegt auf der zweiten Etappe und übernimmt die Gesamtführung | Adelheid Morath baut mit ihrem zweiten Tagessieg die Gesamtführung aus

Sascha Weber siegt auf der zweiten Etappe und übernimmt die Gesamtführung | Adelheid Morath baut mit ihrem zweiten Tagessieg die Gesamtführung aus

Der Deutsche Sascha Weber (Maloja – Rocky Mountain Team) und seine Landsfrau Adelheid Morath (KS Trek Team) waren die strahlenden Tagessieger auf der zweiten Etappe des VAUDE Engadin Bike Giro 2019 mit Start und Ziel am Silvaplaner See. Dieser zweite Renntag hatte alles zu bieten, was den Mountainbike Sport so faszinierend und begeisternd macht. Sonnige trockene Bedingungen und eine abwechslungsreiche Strecke mit steilen Anstiegen und traumhaften Downhill Trails sorgten für großartige Rahmenbedingungen. Von Silvaplana aus führte die Strecke oberhalb von St. Moritz vorbei an der Olympiaschanze in Richtung Pontresina. Über Bever und Celerina ging es hoch zum Corviglia, dem Startort der ersten Etappe, wo die berühmten Flowtrails für die Bikerinnen und Biker angerichtet waren. Das Finale führte schließlich nach einer grandiosen Streckenführung über weitere Flowtrails und famosen Ausblicken zurück zum Silvaplaner See.

Der Vortagessieger Thomas Litscher (KMC Ekoi Orbea) aus der Schweiz wollte auf der zweiten Etappe nichts dem Zufall überlassen und testete ab Kilometer Null seine aktuelle Form nach einem mehrwöchigen Trainingslager. Von Anfang an Vollgas war seine Devise und bis zur Rennhälfte fuhr er solo in Front, vor einem Verfolgertrio mit Sascha Weber sowie den beiden Schweizern Marc Stutzmann (TEXPA-Simplon) und Nicola Rohrbach (Goldwurst-Power/Silverback). Bei Rennhälfte war es allerdings um den Spitzenreiter geschehen und das Verfolgertrio konnte zu Litscher aufschließen. Letztendlich hatte Weber die besten Beine auf dieser schweren Etappe und machte sich in den letzten Anstiegen auf und davon und baute seine Führung kontinuierlich aus. Im Ziel siegte Weber in 3:32:08 Stunden mit einem Vorsprung von 1:46 Minuten vor Marc Stutzmann und eine weitere Minute vor Nicola Rohrbach, der als Tagesdritter in Silvaplana einfuhr. Der lange in Führung liegende Litscher hatte am Ende 3:38 Minuten Rückstand auf den Tagessieger Weber und musste dadurch das gelbe Leadertrikot an Sascha Weber abgeben.

Bei den „Damen Elite“ gab es eine spannende Etappe, da die Spitzengruppe mit allen Favoritinnen lange zusammenblieb. Adelheid Morath zeigte aber im Verlauf der Etappe, dass ihr gestriger Tagessieg kein Zufall war und die Formkurve weiter nach oben zeigt. In den langen Anstiegen der zweiten Rennhälfte und im letzten Downhill hatte sie die meisten Reserven und siegte in 4:20:12 Stunden mit 38 Sekunden Vorsprung auf die Südafrikanerin Cherie Redecker (Conway Factory Racing with X-Sight), die damit weiterhin in Schlagdistanz zur Gesamtführenden Morath liegt. Ebenfalls einen sehr guten Tag erwischte die deutsche Weltmeisterin und Olympiasiegerin Sabine Spitz, die sich mit nur 1:06 Minuten Rückstand den dritten Tagesrang sicherte und diesen Platz auch in der Gesamtwertung verbuchen konnte. In dieser Konstellation ist auf der dritten und letzten Etappe noch vieles möglich und es wird ein spannender Dreikampf um das gelbe Leadertrikot des Event Titelsponsors VAUDE.

Am Sonntag wartet die dritte und letzte Etappe des VAUDE Engadin Bike Giro auf die verbliebenen Starter. Mit 64,5 Kilometern und 2218 Höhenmetern steht eine weitere spektakuläre und selektive Prüfung am Finaltag auf dem Programm. Der Startschuss erfolgt am Sonntagmorgen um 9.00 Uhr im Sportzentrum Mulets am Silvaplaner See.

Ergebnisse 2019

Adelheid Morath und Thomas Litscher sind die diesjährigen Prolog Auftaktsieger

Adelheid Morath und Thomas Litscher sind die diesjährigen Prolog Auftaktsieger

Die Premierenetappe des vierten VAUDE Engadin Bike Giro vom 28. bis 30. Juni 2019 ist erfolgreich über die Bühne gegangen. Sommerliche Bedingungen mit Temperaturen um die 30 Grad, bei strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel, sorgten für einen Bilderbuchstart in das 3-tägige Mountainbike-Etappenrennen. Der Prolog, welcher erstmals auf der Corviglia gestartet wurde, hatte einen hohen Downhill Anteil zu verzeichnen, ehe es auf den letzten Kilometern hinauf zum Zielbereich beim Hotel Salastrains ging. Der vierte VAUDE Engadin Bike Giro ist mit 300 Bikerinnen und Biker aus 21 Nationen weltweit gestartet und die Teilnehmer nahmen attraktive 23,0 Kilometer und 549 Höhenmeter unter ihre Stollenräder. Ursprünglich war der Start auf dem über 3300 Meter hohen Piz Nair angedacht, was aufgrund der enormen immer noch vorhandenen Schneemassen jedoch unmöglich war.

Den Sieg der Kategorie „Herren Elite“ sicherte sich der Schweizer Thomas Litscher vom Team KMC EKOI ORBEA, der sich als stärkster Fahrer an diesem Tag erwies. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 26,9 km/h und einer Fahrzeit von 51:14 Minuten sicherte er sich mit einem Vorsprung von 34 Sekunden den Tagessieg vor seinen Landsleuten Marc Stutzmann (Team TEXPA Simplon) und Nicola Rohrbach, der mit 58 Sekunden Rückstand auf Litscher ebenfalls noch in Schlagdistanz liegt. Und auch die auf den Plätzen 4 bis 8 platzierten Noah Blöchlinger, Konny Looser, Sascha Weber, Severin Disch und Casey South liegen alle noch innerhalb zwei Minuten recht dicht beisammen, was eine spannende zweite Etappe erwarten lässt. Damit startet Thomas Litscher am Samstag im gelben Leadertrikot unter dem Patronat des Titelsponsors VAUDE.

Bei den „Damen Elite“ gab es einen Favoritensieg für die nach gesundheitlichen Problemen im Frühjahr wieder erstarkte Adelheid Morath aus Deutschland. Mit einem dritten Platz vor einer Woche beim „Ultra Bike Kirchzarten“ deutete sich bereits eine ansteigende Formkurve an, was der jetzige Prologsieg in 1:00:39 Stunden und einem Vorsprung von 59 Sekunden untermauert. Auf dem zweiten Platz landete die Südafrikanerin Cherie Redecker, die erstmal im Engadin am Start. Einen großartigen dritten Platz sicherte sich Janine Schneider, die nur sieben Sekunden länger als Redecker für den 23 Kilometer langen Prolog benötigte.

Am Samstag wartet die zweite Etappe des VAUDE Engadin Bike Giro 2019 auf alle Bikerinnen und Biker. Mit 76,4 Kilometern und knackigen 2127 Höhenmetern steht die erste von zwei Marathon-Etappen mit Massenstart am Silvaplanersee auf dem Menüplan. Unter anderem werden auf dieser Etappe auch die berühmten St. Moritzer Flowtrails im Programm sein und am Ende des Renntages könnten die Gesamtwertungen, auch aufgrund der überschaubaren Zeitabstände nach dem Prolog, durchaus neu sortiert sein.

Ergebnisse 2019

VAUDE Engadin Bike Giro 2019 – Das Mountainbike-Etappenrennen für Jedermann & Profis vom 28. bis 30 Juni 2019

VAUDE Engadin Bike Giro 2019 – Das Mountainbike-Etappenrennen für Jedermann & Profis vom 28. bis 30 Juni 2019

Die vierte Ausgabe des VAUDE Engadin Bike Giro steht schon fast vor der Tür und wird in diesem Jahr vom 28. bis 30. Juni 2019 ausgetragen. Technisch prickelnde Strecken und die Kombination aus Profi- und Amateursportlern machen den Reiz dieses internationalen 3-Etappenrennens der UCI Kategorie S2 in der schönen Engadiner Bergwelt aus.

Die Streckenoptimierungen der 2019er Edition sind außergewöhnlich und es gibt noch mehr atemberaubende Trails und Abschnitte zu erkunden als in den Vorjahren. Spektakulär wird bereits die neue Auftaktetappe am Freitagnachmittag. Der Start des Einzelzeitfahrens wird, auch dank der neuen Partnerschaften mit Engadin St. Moritz Mountains und dem Skiservice Corvatsch, auf dem über 3000 Meter hoch gelegenen Piz Nair erfolgen. Das Ziel befindet, nach 27 abwechslungsreichen Kilometern, zum wiederholten Male auf St. Moritz-Salastrains. Die zweite Etappe bleibt Königsetappe mit Start und Ziel in Silvaplana. Ein weiteres Highlight folgt am finalen dritten Tag des internationalen UCI- Rennens, mit Start in Silvaplana und einer Strecke durch Schluchten und auf Trails über Sils, Maloja und Corvatsch zurück nach Silvaplana. Insgesamt erwarten alle Bikerinnen und Biker erneut drei begeisternde Renntage im Sinne von „The Spirit of Mountain Sports“, dem Motto von Titelsponsor und Outdoorausrüster VAUDE.

Auch 2019 rechnen die Organisatoren der Sauser Event GmbH aus dem deutschen Villingen-Schwenningen mit bis zu 400 aktiv teilnehmenden Sportlerinnen und Sportlern im Engadin. Das Online-Meldeportal ist noch bis zum 22. Juni geöffnet. Die beliebten und attraktiven Hotelpakete der Engadiner Gastgeber stehen ebenfalls wieder im Programm und sind gemeinsam mit der Event-Anmeldung buchbar.

Zur Online-Anmeldung 2019

Sabine Spitz und Kristian Hynek sind die Gesamtsieger des dritten VAUDE Engadin Bike Giro

Sabine Spitz und Kristian Hynek sind die Gesamtsieger des dritten VAUDE Engadin Bike Giro

Sabine Spitz (WIAWIS Bikes Pro Team) und Kristian Hynek (Canyon Topeak) sind die strahlenden Gesamtsieger beim VAUDE Engadin Bike Giro 2018. Am dritten und letzten Tag des 3-Etappenrennens konnte Spitz das Blatt noch wenden und überholte mit einem souveränen Tagessieg auf dieser Etappe die bisherige Gesamtführende Adelheid Morath (jb BRUNEX Felt Factory Team) bei den Elite Damen. Kristian Hynek musste sich zwar mit dem vierten Tagesrang begnügen, sicherte sich durch seinen komfortablen Vorsprung aber trotzdem souverän die Gesamtwertung bei den Elite Herren.

Der dritte und finale Renntag beim VAUDE Engadin Bike Giro war ein weiteres Highlight für die verbliebenen 320 Bikerinnen und Biker, die um 9.00 Uhr morgens in Silvaplana gestartet sind. Es herrschten erneut beste Bedingungen mit viel Sonnenschein. Grandiose Streckenabschnitte und eine malerische Kulisse ließen zumindest teilweise die Strapazen der letzten drei Tage vergessen.

Bereits zur Halbzeit der letzten Etappe konnte sich eine fünfköpfige Spitzengruppe bei den „Elite Herren“ mit allen Favoriten in der Gesamtwertung bis zur zweiten Verpflegungszone bei Rennkilometer 44,0 absetzen. Im weiteren Verlauf des Rennens distanzierte der Gesamtleader Kristian Hynek seine Kontrahenten und lag auf der Corviglia nach 48 Kilometern gut eine Minute vor Jochen Käß und den weiteren Verfolgern. Im finalen technisch schwierigen Downhill Trail gelang es schließlich Käß und dem Schweizer Thomas Litscher (jb BRUNEX Felt Factory Team) wieder an Hynek heranzufahren und ihn sogar zu überholen. In einem spannenden Sprintfinale siegte Käß in 3:03:07 Stunden zeitglich vor Litscher. Einen Sahnetag erwischte auch der Schweizer Konny Loser vom BiXS Pro Team, der sich mit lediglich 31 Sekunden Rückstand seinen ersten Podestplatz beim diesjährigen VAUDE Engadin Bike Giro 2018 sicherte. Weitere zehn Sekunden später erreichte Hynek das Ziel in Silvaplana und siegte in der Gesamtzeit von 7:19:11 Stunden mit 3:20 Minuten Vorsprung auf Jochen Käß. Auf den dritten Gesamtrang schob sich noch Thomas Litscher mit seinem zweiten Tagesrang nach vorne. Sein Rückstand auf Hynek betrug am Ende 4:53 Minuten.

Eine spannende Schlussetappe erlebten die Bikerinnen in der Kategorie „Elite Damen“. Die bisherige Gesamtleaderin Adelheid Morath musste einer starken Sabine Spitz den Vortritt lassen. Spitz attackierte im Anstieg Richtung Corviglia und fuhr kontinuierlich Sekunde um Sekunde auf ihre beiden Verfolgerinnen heraus. Im Ziel waren es schließlich deutliche 2:27 Minuten Vorsprung, was für den Gesamtsieg in einer Fahrzeit von 9:00:11 Stunden mit einem Abstand von 1:03 Minuten auf Morath reichen sollten. Ihren dritten Platz in der Gesamtwertung bestätigte die Vortagessiegerin Esther Süss mit einem dritten Tagesrang auf der letzten Etappe und einem Rückstand von 4:10 Minuten im Endklassement.

Damit liegen drei begeisternde Mountainbiketage mit Traumwetter hinter den verantwortlichen Organisatoren und den knapp 400 gestarteten Bikerinnen und Bikern, die fantastische Eindrücke und Ausblicke mit nach Hause nehmen können.

Ergebnisse und Bilder | VAUDE Engadin Bike Giro 2018

Kristian Hynek baut die Gesamtführung aus | Esther Süss gewinnt , Adelheid Morath neue Leaderin

Kristian Hynek baut die Gesamtführung aus | Esther Süss gewinnt , Adelheid Morath neue Leaderin

Der Tscheche Kristian Hynek (Canyon Topeak) und Esther Süss aus der Schweiz waren die strahlenden Tagessieger auf der zweiten Etappe des VAUDE Engadin Bike Giro 2018 mit Start und Ziel am Silvaplaner See. Dieser zweite Tag hatte alles zu bieten, was den Mountainbikesport begeistert und ausmacht. Beste sonnige trockene Bedingungen, eine abwechslungsreiche Strecke mit steilen Anstiegen und traumhaften Downhill Trails, sorgten für entsprechend würdige Rahmenbedingungen. Von Silvaplana aus führte die Strecke oberhalb von St. Moritz vorbei an der Olympiaschanze in Richtung Pontresina. Über Bever und Celerina ging es hoch zum Corviglia, wo die berühmten Flowtrails für die verbliebenen 360 Bikerinnen und Biker angerichtet waren. Das Finale führte schließlich nach einer atemberaubenden Streckenführung über weitere Flowtrails und famosen Ausblicken zurück zum Silvaplaner See.

Lange blieb es spannend in der Kategorie „Herren Elite“, als sich eine achtköpfige Spitzengruppe mit allen Favoriten früh vom restlichen Fahrerfeld absetzen konnte. Bei Rennhälfte machte sich schließlich der Vortagessieger Kristian Hynek auf und davon und baute seine Führung kontinuierlich Minute um Minute aus. Im Ziel siegte Hynek in 3:23:34 Stunden und einem Vorsprung von 3:42 Minuten vor Simon Stiebjahn (Team Bulls), der lange gemeinsam als Duo mit Jochen Käß (Team Centurion VAUDE) in der Verfolgung unterwegs war. Im Zielsprint setzte sich Stiebjahn mit zwei Sekunden Vorsprung knapp vor Käß durch. Durch den deutlichen Solosieg vergrößerte Hynek seine Gesamtführung und liegt vor der Schlussetappe exakt vier Minuten vor Käß. Weitere 16 Sekunden dahinter liegt Stiebjahn in Lauerstellung auf dem dritten Gesamtrang.

Bei den „Damen Elite“ gab es eine spannende Etappe, die es in sich hatte und ordentlich frischen Wind in die Wertung um den Gesamtsieg brachte. Esther Süss zeigte am zweiten Renntag ihre ganze Klasse und feierte überschwänglich ihren ersten Etappensieg beim VAUDE Engadin Bike Giro. Spannend wurde es im Kampf um den zweiten Tagesrang und damit auch um die Führung in der Gesamtwertung. Adelheid Morath (jb BRUNEX Felt Factory Team) vermochte zwar Süss nicht zu folgen. Sie schaffte es aber, Sabine Spitz in Schach zu halten und im Ziel 2:16 Minuten Vorsprung herauszufahren. Da Morath am Vortag deutlich schneller war als Süss übernahm Morath mit 1:25 Minuten Abstand die Gesamtführung vor Spitz, die ihren zweiten Gesamtrang knapp verteidigen konnte. Damit gibt es auf der Finaletappe einen spannenden Dreikampf zwischen diesen Fahrerinnen, da auch Süss mit nur 2:15 Minuten und ihrer heutigen Vorstellung der Gesamtsieg durchaus zuzutrauen ist.

Am Sonntag wartet die dritte und letzte Etappe des VAUDE Engadin Bike Giro auf die verbliebenen Starter. Mit 63,2 Kilometern und 1978 Höhenmetern steht eine weitere spektakuläre und selektive Prüfung am Finaltag auf dem Programm. Der Startschuss erfolgt am Sonntagmorgen um 9.00 Uhr im Sportzentrum Mulets am Silvaplaner See.

VAUDE Engadin Bike Giro 2018 – Ergebnisse und Bilder

Sabine Spitz und Kristian Hynek gewinnen einen spannenden und hochklassigen Prolog

Sabine Spitz und Kristian Hynek gewinnen einen spannenden und hochklassigen Prolog

Die Premierenetappe des dritten VAUDE Engadin Bike Giro vom 29. Juni bis 1. Juli 2018 ist spannend und erfolgreich über die Bühne gegangen. Traumhafte Bedingungen mit Temperaturen um die 20 Grad, bei strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel, sorgten für einen Bilderbuchstart in das 3-tägige Mountainbike-Etappenrennen. Mit einem Prolog, der als Bergzeitfahren mit anschließendem Downhill Trail zum Zielbereich beim Hotel Salastrains ausgetragen wurde, wurde der dritte VAUDE Engadin Bike Giro in St. Moritz gestartet. Fast 400 Bikerinnen und Biker aus 24 Nationen weltweit nahmen die äußerst selektiven 16,0 Kilometer und 881 Höhenmeter am ersten Tag unter ihre Stollenräder.

Die Strecke der ersten Etappe führte erneut mitten durch das mondäne St. Moritz. Neu war die Streckenführung ab der Fußgängerzone in St. Moritz über einen Weg, mit tollem Blick über den St. Moritzer See, oberhalb des weltberühmten „Badrutt`s Palace Hotel“ rüber zum „Hotel Carlton“. Von dort aus ging es bergauf zum Stadion der Olympischen Winterspiele im Jahr 1948, dem heutigen Golfplatz in St. Moritz. Im Anschluss folgt das absolute Highlight für den Freitag, die Strecke mündete in den Track des Olympia-Bob-Run ein und führt über die Originalpiste der Bobbahn hinunter in Richtung Celerina. Für die Mountainbiker ging es in rasanter Fahrt mit zahlreichen Kurven abwärts. Durch die wohl spektakulärste Kurve namens “Horse-Shoe“, weiter hinunter bis kurz vor die Gunter-Sachs-Kurve, wo die Biker die Bahn wieder verlassen haben. Am tiefsten Punkt des Renntages angekommen, ging es rund acht Kilometer bergauf bis zum höchsten Punkt des Tages, auf die Corviglia. Die Strecke führte weiter über den „Olympia Flow Trail“ hinunter bis Chantarella. Schließlich folgt der Schlussanstieg hinauf zum Ziel an den Sonnenterassen beim „Hotel Salastrains“ auf 2050 Meter Höhe über dem Meeresspiegel.

Den Sieg der Kategorie „Herren Elite“ sicherte sich der Tscheche Kristian Hynek vom Team Canyon Topeak, der sich als bester Kletterer an diesem Tag erwies. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 18,4 km/h und einer Fahrzeit von 51:51 Minuten sicherte er sich mit einem knappen Vorsprung von nur 15 Sekunden den Tagessieg vor dem Schweizer Fabian Giger vom „Kross Racing Team“ sowie dem Deutschen Jochen Käß vom „Team Centurion Vaude“, der als Vorjahressieger mit nur 16 Sekunden Rückstand auf Hynek in Schlagdistanz liegt. Und auch die auf den Plätzen 4 bis 7 platzierten Martin Fanger, Simon Stiebjahn, Adrien Chenaux und Thomas Litscher liegen alle noch innerhalb einer Minute dicht beisammen, was eine spannende zweite Etappe erwarten lässt. Damit startet Kristian Hynek am Samstag im gelben Leadertrikot unter dem Patronat des Titelsponsors VAUDE.

Bei den „Damen Elite“ gab es einen Favoritensieg für die ehemalige Weltmeisterin und Olympiasiegerin Sabine Spitz vom „WIAWIS Bikes Pro Team“. Ganz aktuell mit dem Deutschen Cross-Country Meistertrikot ausgestattet, bestätigte sie ihre momentan blendende Fassung und siegte vor Ihrer Landsfrau Adelheid Morath vom „jb BRUNEX Felt Factory Team“. Spitz dominierte in einer Fahrzeit von 1:03:14 Stunden und lag damit im Ziel in Salastrains 51 Sekunden vor Morath. Den dritten Platz auf dem Siegerpodest sicherte sich die Schweizerin Esther Süss, die aber bereits einen Rückstand 4:40 Minuten aufweist.

Am Samstag wartet die zweite Etappe des VAUDE Engadin Bike Giro 2018 auf alle Bikerinnen und Biker. Mit 79,9 Kilometern und knackigen 2446 Höhenmetern steht die erste von zwei Marathon-Etappen mit Massenstart am Silvaplanersee auf dem Menüplan. Unter anderem werden auf dieser Etappe auch die berühmten St. Moritzer Flowtrails im Programm sein und am Ende des Renntages könnten die Gesamtwertungen, auch aufgrund der geringen Zeitabstände nach dem Prolog, durchaus neu sortiert sein.

Ergebnisse VAUDE Engadin Bike Giro 2018

VAUDE Engadin Bike Giro vom 29. Juni bis 1. Juli 2018 mit der Crème de la Crème und über 400 Bikern aus 24 Nationen | Anmeldung noch bis 23. Juni möglich

VAUDE Engadin Bike Giro vom 29. Juni bis 1. Juli 2018 mit der Crème de la Crème und über 400 Bikern aus 24 Nationen | Anmeldung noch bis 23. Juni möglich

Der Countdown läuft – die Meldeliste des 3. VAUDE Engadin Bike Giro vom 29. Juni bis 1. Juli 2018 präsentiert sich bereits vor der eigentlichen Melde-Deadline am 23.06. mit einer Top-Besetzung. So wird in der imposanten Engadiner-Bergkulisse rund um St. Moritz und Silvaplana das komplette Vorjahrespodium der Männer am Start sein.

Ein starkes Fahrerfeld trifft auf den Sieger 2017, Jochen Käß vom Team Centurion Vaude, der sich nach seinem Wadenbeinbruch zu Saisonbeginn stark in Habachtstellung gebracht hat. Aber auch den letztjährigen Zweiten und Vize-Europameister von 2015, Sascha Weber (Craft Rocky Mountain) und den Schweizer Radprofi Nicola Rohrbach, der sich bei der zweiten Ausgabe des VAUDE Engadin Bike Giro als Dritter klassiert hatte, sollte die Konkurrenz nicht aus den Augen lassen. Team Bulls startet mit Simon Stiebjahn, der es immer auf „Gold“ abgesehen hat und mit Karl Platt, dem fünfmaligen Champ des südafrikanischen Marathon-Etappenrennens Cape Epic. Zu den Titel-Aspiranten zählt auch der diesjährige Cape Epic-Sieger Howard Grotts, der als mehrfacher amerikanischer Meister und Olympionike im US-Team von Rio 2016 in Schweiz anreist. Und auch der dortige Elite-Zweite, der Tscheche Kristian Hynek, steht auf der VAUDE Engadin Bike Giro-Startliste. Gemeldet hat zudem Lukas Flückinger, die Marathon- und Querfeldeingröße aus der Schweiz.

Platz eins im Engadin wird auch bei den Frauen heiß umkämpft sein. Hier möchte sich Deutschlands erfolgreichste Mountainbikerin, Sabine Spitz aus Murg-Niederhof, nach einem „sportlichen Zwischentief“ ganz nach vorne fahren. Die Olympiasiegerin von 2008 tat ihre Vorfreude auf den Start auf  Facebook kund: „Freue mich Ende Monat auf die nächste Herausforderung im Engadin. Erster Start bei diesem Event und die Trails sind einfach top rund um St. Moritz und Silvaplana“. Mit dem gerade frisch errungenen Deutschen Meistertitel in Kirchzarten reist Spitz mit viel Rückenwind ins Engadin. Ebenfalls eine Hausnummer ist Ester Süß, die Weltmeisterin 2010 und zweifache Europameisterin (2008/2010) aus der Schweiz.

„Die Meldeliste der Profis und Jedermänner ist damit fast komplett. Aktuell haben sich 360 Bikerinnen und Biker aus 24 Nationen, unter anderem aus Venezuela, Ecuador, Brasilien, Russland und Neuseeland angemeldet. Bis zum Meldeschluss werden es wohl über 400 sein“, vermeldet Rennchef Rik Sauser, von der veranstaltenden Sauser Event GmbH. Die Anmeldung zum 3. VAUDE Engadin Bike Giro auf dem technisch prickelnden Etappenkurs, samt Track über die Originalpiste der Olympia-Bobbahn von Celerina, ist noch bis zum Samstag, 23. Juni 2018 geöffnet.

Anmeldung 2018 | Strecken 2018

VAUDE Engadin Bike Giro: Mountainbike-Etappenrennen mit vielen neuen Streckenabschnitten

VAUDE Engadin Bike Giro: Mountainbike-Etappenrennen mit vielen neuen Streckenabschnitten

Nicht dass eine Notwendigkeit bestanden hätte die Strecken beim „VAUDE Engadin Bike Giro“ noch schöner zu machen, aber es bietet sich einfach an. Zum Beispiel der Prolog. Hier setzt das Organisationskomitees mit einer Streckenoptimierung neue Maßstäbe. Gutes bleibt bestehen: Der Start am St. Moritzer See, die Durchfahrt durch die Fußgängerzone in St. Moritz, und auch der Zielbereich von 2017 auf Salastrains haben sich hervorragend bewährt. „Dennoch war es einfach etwas zu viel Asphalt hinauf nach Salastrains. Die Idee gab es schon vor der ersten Austragung und für dieses Jahr werden wir sie umsetzen“, erklärt Orga-Chef Rik Sauser von Sauser Event GmbH. Man darf also gespannt sein.

Neu ist die Streckenführung beim Prolog ab der Fußgängerzone in St. Moritz über einen Weg, mit tollem Blick über den St. Moritzer See, oberhalb des weltberühmten „Badrutt`s Palace Hotel“ rüber zum „Hotel Carlton“. Von dort aus geht es bergauf zum Stadion der Olympischen Winterspiele im Jahr 1948, dem heutigen Golfplatz in St. Moritz. Im Anschluss folgt das absolute Highlight für den Freitag, die Strecke mündet in den Track des Olympia-Bob-Run ein und führt über die Originalpiste der Bobbahn hinunter in Richtung Celerina. Die Olympiabobbahn in St. Moritz ist weltweit die einzige Natureisbahn. Hier wird noch zu Beginn jeden Winters in großer Handarbeit der Track angelegt. Schon deshalb ist diese Bahn auch in der Szene etwas ganz Besonderes, weil die Kurven, im Gegensatz zum Kurs einer Betonbahn, jedes Jahr anders zu fahren sind. Für die Mountainbiker geht es in rasanter Fahrt mit zahlreichen Kurven abwärts. Durch die wohl spektakulärste Kurve namens “Horse-Shoe“, weiter hinunter bis kurz vor die Gunter-Sachs-Kurve, wo die Biker die Bahn wieder verlassen werden. Am tiefsten Punkt des Renntages angekommen, geht es rund acht Kilometer nur noch bergauf bis zum höchsten Punkt des Tages, auf die Corviglia. Die Strecke führt weiter über den „Olympia Flow Trail“ hinunter bis Chantarella. Schließlich folgt der Schlussanstieg hinauf zum Ziel an den Sonnenterassen beim „Hotel Salastrains“ auf 2050 Meter Höhe über dem Meeresspiegel.

Die zweite Etappe ähnelt der des Vorjahres mit 79 Kilometern sowie rund 2.400 Höhenmetern und bleibt somit fast unverändert: Hier haben die Veranstalter eine kleine Optimierung im Bereich der Querung der Berninapassstrasse vorgenommen, mehr nicht. Neue fantastische Highlights liefert die Schlussetappe am Sonntag. Und diese sind gleich doppelt atemberaubend. Einmal wegen der unheimlich schönen Natur mit wirklich grandiosen Streckenabschnitten im Oberengadin und natürlich wegen der Anstrengung auf dem Bike. Das erste neue Highlight folgt nach der Schleife über Maloja. Dort ist nach rund 25,5 Kilometern eine Zieldurchfahrt in Silvaplana-Mulets vorgesehen, bevor das Rennen durch die Ortschaft hindurch wieder zurück zum See führt, wo das nächste neue Schmankerl wartet. Nach der ersten Zieldurchfahrt folgt mit dem Anstieg hoch zur Crest Alta ein neuer Abschnitt mit traumhaften Ausblick in Richtung Maloja. „Eigentlich müsste man da oben absteigen und den Ausblick genießen“, schwärmt Streckenchef Rik Sauser. Im Anschluss führt der Kurs über einen fast komplett neuen Part hoch über Salastrains bis zur Corviglia und weiter in Richtung Munt da S. Murezzan, wo man den berühmten Start der Männerabfahrt, den „Free Fall“, passiert. Was dann folgt ist einfach nur atemberaubend: Pass Suvretta und Lej Suvretta. „Diese Passagen sind Natur pur und gehören zu den vielen zahlreichen Flecken des Engadins, wo man weiß, wieso man sich mit einem Mountainbike auf fast 2.700 Meter über dem Meeresspiegel hinauf quält“, verrät Sauser so, dass jedem Sportler das Wasser im Munde zusammenlaufen dürfte. Im Anschluss geben die Teilnehmer auf einer langen Abfahrt durch das Val Suvretta hinunter Gas in Richtung St. Moritz. Die letzten Kilometer sind identisch zu den Vorjahren, wo es über die Via Engiadina in Richtung Silvaplana zum Ziel zurück an den Silvaplaner See geht. Und wieder gerät der Organisator ins Schwärmen: „Die letzte Etappe zeigt die ganze Schönheit dieser Region, bei schönem Wetter ein absoluter Hochgenuss, den man nicht so schnell vergessen wird!“

Die Etappen 2018:

1. Etappe
Freitag, 29. Juni 2018 | Erster Starter um 13.00 Uhr, letzter Starter um ca. 15.00 Uhr
Start: St. Moritz-Bad / Ziel: St. Moritz-Salastrains
16,0 Kilometer / 881 Höhenmeter (Prolog /Einzelzeitfahren)

2. Etappe
Samstag, 30. Juni 2018 | 9.00 Uhr
Start & Ziel: Silvaplaner See (Mulets)
79,0 Kilometer / 2.413 Höhenmeter

3. Etappe
Sonntag, 1. Juli 2018 | 9.00 Uhr
Start & Ziel: Silvaplaner See (Mulets)
62,0 Kilometer / 2.029 Höhenmeter

Das Mountainbike-Etappenrennen für jedermann vom 29. Juni bis 1. Juli 2018 >>> Online-Anmeldung ist geöffnet

Das Mountainbike-Etappenrennen für jedermann vom 29. Juni bis 1. Juli 2018 >>> Online-Anmeldung ist geöffnet

Noch kein Weihnachtsgeschenk? Wie wäre es mit einem Ticket zum dritten VAUDE Engadin Bike Giro? Er gilt bereits als Sahneschnittchen in der Mountainbike-Szene und findet 2018 zum dritten Mal in der atemberaubenden Szenerie des Engadins rund um St. Moritz und Silvaplana statt. Der dritte VAUDE Engadin Bike Giro wird am bewährten Wochenende vom 29. Juni bis zum 1. Juli 2018 ausgetragen. Und wer wird die Gesamtsieger 2017 beerben? Der Deutsche Jochen Käß (Centurion VAUDE) und die Schweizerin Cornelia Hug (Crazy Velo Shop Scott) machten es auf den zum Teil technisch prickelnden Strecken spannend und holten sich Titel und Ehren bei der zweiten Ausgabe des 3-Etappenrennens in der schönen Engadiner Bergwelt.

Die Streckenänderung der diesjährigen Ausgabe des MTB-Rennens für Profis und Hobbyfahrer, mit einer leichten Entschärfung im hochalpinen Gelände, hat sich bewährt und wird beibehalten. Und doch geizen die beeindruckenden Trails auch im nächsten Jahr nicht mit ihren Reizen, Laufpassagen halten sich aber trotzdem in Grenzen. Es gibt wieder drei Renntage im Sinne des Mottos von Titelsponsor VAUDE „The Spirit of Mountain Sports“, die auf alle Starter warten.

Auch 2018 rechnen die Organisatoren der Sauser Event GmbH aus dem deutschen Villingen-Schwenningen mit über 400 aktiven Bikerinnen und Bikern im Engadin. Der Prolog startet erneut in St. Moritz-Bad, das Ziel liegt in St. Moritz-Salastrains. Die zweite Etappe bleibt Königsetappe mit Start und Ziel in Silvaplana. Ein weiteres Highlight erfolgt am finalen dritten Tag des internationalen UCI- Rennens mit Start in Silvaplana und einer Strecke durch Schluchten und auf Trails über Sils, Maloja und Corvatsch zurück nach Silvaplana.

Das Online-Meldeportal ist bereits geöffnet und die Tür für ein Weihnachtsgeschenk mit Rennmodus ebenfalls. Die Anmeldepreise des VAUDE Engadin Bike Giro liegen bei 320,- Schweizer Franken pro Person. Allerdings haben Schnellentschlossene einen günstigeren Preis im Visier, denn bis zum 20. Dezember 2017 kommt man in den Genuss des Frühbucherpreises, der bei 270,- Schweizer Franken pro Person liegt. Und natürlich sind auch die beliebten und attraktiven Hotelpakete der Engadiner Gastgeber wieder im Programm.

Hier geht’s zur Online-Anmeldung 2018!

Adrien Chenaux Tagessieger und neuer Gesamtführender / Katrin Leumann feiert ihren zweiten Etappensieg

Adrien Chenaux Tagessieger und neuer Gesamtführender / Katrin Leumann feiert ihren zweiten Etappensieg

Die beiden Schweizer Adrien Chenaux (GS Sportswear Bergamont) und Katrin Leumann (Team goldwurst-power Felt) waren die strahlenden Tagessieger auf der zweiten Etappe des VAUDE Engadin Bike Giro mit Start und Ziel am Silvaplaner See. Dieser zweite Tag beim Engadin Bike Giro hatte alles zu bieten, was den Mountainbikesport reizvoll macht. Sonnige trockene Bedingungen und eine abwechslungsreiche Strecke mit steilen Anstiegen und gigantischen Downhill Trails sorgten für entsprechend würdige Rahmenbedingungen. Von Silvaplana aus führte die Strecke oberhalb von St. Moritz vorbei an der Olympiaschanze in Richtung Pontresina. Über Bever und Celerina ging es hoch zum Corviglia, wo die berühmten Flowtrails für die 400 Bikerinnen und Biker angerichtet waren. Das Finale führte schließlich nach einer atemberaubenden Streckenführung über weitere Flowtrails und famosen Ausblicken zurück zum Silvaplaner See.

Einen spannenden Renntag gab es in der Kategorie „Herren Elite“, der von Beginn an vom Vortageszweiten Adrien Chenaux (GS Sportswaer Bergamont) dominiert wurde. Chenaux konnte sich bei Rennhälfte aus einer neunköpfigen Spitzengruppe, in der sich allen Favoriten versammelt hatten, absetzen und vergrößerte seinen Vorsprung kontinuierlich. Im Ziel siegte Chenaux in 3:31:20 Stunden und einem Vorsprung von 1:37 Minuten vor Jochen Käß (Team Centurion VAUDE), der auf den letzten Kilometern noch zu dem bereits enteilten Sascha Weber (Craft Rocky Mountain) aufschließen konnte und sich im Schlußsprint den zweiten Platz vor dem zeitgleichen Weber sicherte. Durch den Solosieg vermochte Chenaux auch die Gesamtführung übernehmen und liegt vor der Schlussetappe mit gerade einmal 18 Sekunden Vorsprung hauchdünn vor Käß, was für Hochspannung auf der dritten und entscheidenden Etappe sorgt.

Bei den „Damen Elite“ gab es einen weiteren Etappensieg für Katrin Leumann (Team goldwurst-power Felt), die erneut nicht zu schlagen war. Allerdings hatte sie auf der zweiten Etappe in Cornelia Hug (Team Crazy Velo Shop Scott) eine starke Konkurrentin, so dass die Entscheidung erst im Zielsprint gefallen ist. Leumann siegte in 4:21:15 Stunden zeitgleich vor Hug und liegt damit in der Gesamtwertung 2:25 Minuten vor der neuen Gesamtzweiten Hug, die sich damit einen Rang nach vorne arbeiten konnte. Den dritten Tagesrang sicherte sich Florence Darbellay (CC Littoral Scott), die allerdings über acht Minuten auf die beiden Spitzenfahrerinnen einbüßte. Damit dürfte auf der Finaletappe ein Zweikampf zwischen Leumann und Hug um den Gesamtsieg des zweiten VAUDE Engadin Bike Giro 2017 zu erwarten sein.

Am Sonntag wartet die dritte und letzte Etappe des VAUDE Engadin Bike Giro auf die verbliebenen Starter. Mit 61,7 Kilometern und 1825 Höhenmetern steht eine abwechslungsreiche und erneut sehr attraktive Prüfung am Finaltag auf dem Programm. Der Startschuss erfolgt am Sonntagmorgen um 9.00 Uhr im Sportzentrum Mulets am Silvaplaner See.

Ergebnisse und Bilder 2017

Jochen Käß und Cornelia Hug sind die Gesamtsieger des zweiten VAUDE Engadin Bike Giro

Jochen Käß und Cornelia Hug sind die Gesamtsieger des zweiten VAUDE Engadin Bike Giro

Der Deutsche Jochen Käß (Centurion VAUDE) und die Schweizerin Cornelia Hug (Crazy Velo Shop Scott) sind die strahlenden Gesamtsieger beim VAUDE Engadin Bike Giro 2017. Am dritten und letzten Tag des 3-Etappenrennens konnte Hug das Blatt noch wenden und überholte mit ihrem souveränen Tagessieg auf dieser Etappe die bisherige Gesamtführende Katrin Leumann (goldwurst-power/ Sputnik) bei den Elite Damen. Jochen Käß profitierte bei seinem Gesamtsieg von einem Kettenriss des bisherigen Leaders Adrien Chenaux (GS Sportswear Bergamont) aus der Schweiz, der bereits in der ersten Rennhälfte enttäuscht aufgeben musste, wodurch die Spannung in der Gesamtwertung auf dieser letzten Etappe früh rausgenommen wurde.

Der dritte und finale Tag beim VAUDE Engadin Bike Giro war ein weiteres Highlight für die verbliebenen 350 Bikerinnen und Biker, die um 9.00 Uhr morgens in Silvaplana gestartet sind. Es herrschten erneut gute Bedingungen mit zwar wenig Sonne, aber zumindest kamen die Fahrer fast ohne Regen durch den Renntag. Die Finaletappe führte durch einzigartige Schluchten und Trails über Sils, Maloja und Corvatsch zurück nach Silvaplana. Grandiose Streckenabschnitte und eine beeindruckende Landschaft ließen zumindest teilweise die meisten Strapazen vergessen.

Bereits früh konnte sich eine neunköpfige Spitzengruppe bei den „Elite Herren“ mit allen Favoriten bis zur ersten Verpflegungszone bei Rennkilometer 23,9 absetzen. Kurz danach erwischte es den bisherigen Gesamtleader Adrien Chenaux, der durch den Kettenriss seine Siegambitionen in der Gesamtwertung frustriert begraben musste. Im weiteren Verlauf des Rennens setzte sich Julian Schelb von seinen Kontrahenten ab und lag bis weniger Kilometer vor dem Ziel fast eine Minute vor seinen Verfolgern. Aber auch bei Schelb schlug der Defektteufel zu und ein platter Reifen beendete seine Hoffnungen auf den Etappensieg. Im finalen technisch schwierigen Downhill Trail gelang es schließlich dem Schweizer Nicola Rohrbach (goldwurst-power/ FELT) sich entscheidend abzusetzen und gewann in einer Fahrzeit von 3:00:41 Stunden mit 15 Sekunden Vorsprung auf den Tageszweiten Piotr Brzozka (JBG-2 Professional MTB Team). Auf dem dritten Tagesrang landete der Centurion VAUDE Biker Jochen Käß, der knapp eine Minute hinter Rohrbach das Ziel am Silvaplanersee erreichte. In der Gesamtwertung nach drei Etappen triumphierte Käß mit einer Endzeit von 7:35:07 Stunden und einem Vorsprung von 3:45 Minuten. Auf den weiteren Podestplätzen der Gesamtwertung klassierten sich Sascha Weber (Craft Rocky Mountain) und Nicola Rohrbach, der sich mit einem Rückstand von 5:35 Minuten noch auf den dritten Gesamtrang nach vorne schob.

Eine spannende Schlussetappe erlebten die Bikerinnen in der Kategorie „Elite Damen“. Die zweifache Etappensiegerin Katrin Leumann musste heute den Strapazen der Vortage etwas Tribut zollen und kam als Tagesfünfte ins Ziel, wodurch sie das Leadertrikot nicht verteidigen konnte. Den überlegenen Etappensieg holte sich Cornelia Hug in 3:48:19 Stunden mit 3:19 Minuten Vorsprung auf Bettina Janas (team sportograf.com) sowie der Schweizerin Katja Montani, die damit beide ihre ersten Podestplätze beim diesjährigen VAUDE Engadin Bike Giro nachhause brachten. In der Gesamtwertung gewann Hug mit einer Endzeit von 9:28:43 Stunden und einem Vorsprung von 3:28 Minuten. Auf den weiteren Podestplätzen folgten Katrin Leumann und Florence Darbellay, die als Dritte bereits 13:33 Minuten auf die Siegerin einbüßte.

Damit liegen drei eindrückliche Eventtage im Oberengadin hinter den verantwortlichen Organisatoren und den 400 gestarteten Bikerinnen und Bikern, die grandiose Eindrücke und Erfahrungen mit nachhause nehmen dürfen. Der VAUDE Engadin Bike Giro findet im nächsten Jahr vom 29. Juni bis 1. Juli 2018 seine Fortsetzung und die beiden Gastgeberkommunen Silvaplana und St. Moritz freuen sich bereits heute auf viele Wiederholungstäter und neue Premierenteilnehmer im Jahr 2018.

Ergebnisse und Bilder 2017

 

Veranstalter & Kontakt


 

Anschrift:
Sauser Event GmbH
Wetzwilerweg 1
CH-6221 Rickenbach (LU)
T. +41 32 51 00 748
mail { at } engadin-bike-giro.ch

 

Schreib uns!